Philip Ridley: Der Disney-Killer

Vordiplomsinszenierung

Die Zwillinge Presley und Haley Stray werden seit dem Tod ihrer Eltern von Alpträumen heimgesucht. Ihr Weltentwurf gleicht einem Endzeitszenario. Ihre verwahrloste Wohnung ist ein selbstgewählter Schutzraum gegen eine bedrohlich empfundene Außenwelt. Kindliche Rituale, das Versinken in Erinnerungen sowie der regelmäßig zu beschaffene Schokoladennachschub bestimmen ihr fragiles Dasein. Als der rätselhafte Cosmo Disney auftaucht, gerät ihre Realität ins Wanken.

Mit diesem finsteren Märchen mit seinen popkulturellen und religiösen Dimensionen untersucht Regiestudent Julian Rohrmoser die Welt junger Menschen, die jeglichen Glauben verloren haben. Wie stark kann Isolation unsere Wahrnehmung der Außenwelt verzerren? Wie werden imaginierte Bedrohungen real? Was geschieht, wenn verdrängte Traumata Gestalt annehmen und nicht länger kontrollierbar sind?

Inhaltshinweise:
Altersempfehlung: 16+
Die Inszenierung beinhaltet laute Musik.
Es wird Stroboskop-Licht eingesetzt.

Das Stück verhandelt sensible Inhalte und verstörende Themen: körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt, Krieg, Homophobie, mentale Gesundheit, Sucht und Drogen, sowie Tiere, die im Zusammenhang mit Phobien stehen (Schlangen, Insekten).

Regie: Julian Rohrmoser

Mit: Anna Suzuki Lee, Jakob Nepomuk Eder, Jason Elvis Klare, Felix Caspar Künzli



 

 

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